Einführung und Diskussion im Rahmen der Bildungsveranstaltungen von Aufbruch in Zusammenarbeit mit Südwind und dem Verein für kritische Gesellschaftsanalyse und Bildung.

Dienstag, 26. September 2017, 19 Uhr, ARGE Kultur, Seminarraum im 1. Stock

Umrisse einer ökosozialistischen Alternative

Die Umweltzerstörung ist ein gesellschaftliches Problem. Sie zerstört die Lebensgrundlagen von Millionen von Menschen und gefährdet ihr Leben und Überleben. Das geschieht kaum bei uns in Europa, sondern in vielen armen Regionen der Welt. Aber auch hier trifft die Umweltzerstörung die Menschen und Gesellschaften ausgesprochen ungleich. Während sich Reiche schützen können, tragen Arme die Konsequenzen von schlechter Luft und anderen Umweltbelastungen.

Christian Zeller erklärt, warum die kapitalistische Gesellschaft in ihrem Kern auf Umwelstörung beruht. Der „Stoffwechsel des Menschen mit der Natur“ (Marx) erfolgt in kapitalistischen Gesellschaften so, dass die Unternehmen ihre Profiterwartungen durchsetzen können. Günstig zu produzieren und belastende Produkte herzustellen ist wichtig, um im Konkurrenzkampf bestehen zu können.

Auch die klassische Arbeiterbewegung und die traditionellen Organisationen der Linken haben der ökologischen Frage viel zu lange keine Bedeutung beigemessen. Was heißt das für eine gesellschaftliche Alternative, die Solidarität und Ökologie miteinander verbindet? Es ist notwendig, eine ökoszialistische Alternative anzustreben. Hierzu gibt es allerding keine fertigen Konzepte und Modelle. Alte Fragen sind neu zustellen und neue Herausforderungen werfen die alte Frage nach sozialer Gerechtigkeit auf.

Alle Interessierten sind herzlich zu diesem Meinungsaustausch eingeladen. Wir wollen auch darüber reden, welche konkreten politischen Herausforderungen in Salzburg, Österreich und Europa in einer ökosozialistischen Perspektive anzugehen sind, beispielsweise in den Bereichen Verkehr, Wohnen und Siedlungsentwicklung und Industrieentwicklung.

 

Texte zur ökosozialistischen Perspektive

Aufbruch Salzburg wird sich weiterhin damit auseinandersetzen, wie die großen sozialen Herausforderungen und die Umweltprobleme gemeinsam gedacht werden können. Es geht darum gesellschaftliche Alternativen zu entwickeln, die den Stoffwechsel des Menschen mit der Natur auf eine ökologisch tragfähige Weise organisieren. Darum haben wir begonnen eine Textsammlung zusammenzustellen. Hier findet Ihr interessante Links zu Texten, mit denen Ihr Euch einen ersten Überblick verschaffen oder auch bereits tiefergehende Aspekte zum Thema Ökosozialismus erschließen könnt.

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